
„Parteienpolitik unter der Lupe“
Podiumsdiskussion mit Politikerinnen und Politikern
Zum Abschluss des Projektes „Parteien-Politik unter der Lupe“ fand eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landes- und Kommunalpolitik im Forum der Einhardschule statt. Die Schülerinnen und Schüler der Q1 hatten sich zuvor intensiv mit den Programmen der Parteien beschäftigt, Fragen erarbeitet und diese in die Diskussion eingebracht.
Auf dem Podium nahmen Platz die Abgeordneten des Hessischen Landtages Alexander Hofmann (SPD), Katy Walther (Bündnis 90/Die Grünen) und der Landtagsvizepräsident René Rock (FDP). Aus der Kommunalpolitik waren dabei Jürgen Harrer (CDU), Dr. Benjamin Schiffl (Die Linke) sowie Hagen Oftring (Freie Wähler). Der AfD-Abgeordnete Jochen K. Roos hatte kurzfristig abgesagt.
Im Zentrum der Debatte standen aktuelle gesellschaftliche und politische Themen wie Migrationspolitik, Bürgergeld, Bildung und soziale Gerechtigkeit, Waffenlieferungen und Wehrpflicht. Dabei ging es etwa um Fragen der Integration, um die Bedeutung von frühkindlicher Bildung, um den Umgang mit Sozialleistungen sowie um sicherheitspolitische Herausforderungen.
Eine spontane Publikumsumfrage unter den Oberstufenschülerinnen und -schülern zeigte zudem ein deutliches Meinungsbild zur Wehrpflicht. Die jungen Erwachsenen sprachen sich komplett gegen die Wiedereinführung aus. Die Politiker dagegen waren sich einig darüber, dass diese kommen werde. Die Haltungen dazu waren aber sehr unterschiedlich. Rock von der FDP setzte weiter auf eine Freiwilligen Armee, denn heute sei vor allen Dingen eine hohe Professionalität gefragt, die man nicht mit Wehrpflichtigen erreichen könne. Die übrigen Debattanten tendierten eher zu einer Dienstverpflichtung sowohl für junge Frauen und Männer, sei es im sozialen Bereich oder beim Dienst an der Waffe.
Schließlich wurden die Politiker mit dem aktuellen Ergebnis der Sonntagsfrage von YouGov konfrontiert. Hier liegt die AFD vor der CDU. Insgesamt zeigte man sich schockiert von den neuesten Umfrageergebnissen. Alexander Hofmann (SPD) sprach auch die Schülerinnen und Schüler direkt an, indem er erklärte, die Welt sei unfassbar komplex, da solle man sich nicht von Populisten umgarnen lassen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie komplex politische Fragen sind und wie wichtig es ist, sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen. Für die Schülerinnen und Schüler bot die Diskussion die Gelegenheit, Politik hautnah zu erleben und selbst in den Dialog mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern zu treten.
Der Text ist entstanden mit der Unterstützung der Schülerinnen Leni Brück, Adea Sertolli, Sophia Jonas [E-Phase]. Fotos: Felix Salchow, Luka Grbic
Planspiel
Next Nation - Politik hautnah erleben


Wie fühlt es sich an, selbst Entscheidungen für einen Staat zu treffen? Was muss man alles beachten?
Diese Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse im Rahmen eines spannenden Planspiels. Dabei übernahmen sie die Rolle einer Regierung und diskutierten demokratisch über wichtige Themen, die das Leben in ihrem fiktiven Staat beeinflussen.
Zu Beginn setzte sich die Gruppe mit der Diktatur in Nordkorea auseinander, wodurch sie mögliche Risiken erkannten, die sie so in ihrem eigenen Modell umgehen konnten. Anschließend entwickelten sie gemeinsam die Rahmenbedingungen ihres Staates: Was sind die Bedingungen, unter denen der Staat gegründet wird? Welche Werte sollen gelten? Welche Kompromisse muss man eingehen, um die Meinungen aller Schülerinnen und Schüler zusammenzubringen und welche Verbesserungen wären auch für unseren heutigen Staat denkbar?
Die Schüler berichten, das Projekt helfe ihnen dabei, die politischen Institutionen und Instanzen in Deutschland besser zu verstehen. Außerdem betonten sie den positiven Einfluss auf den konstruktiven Diskurs mit anderen.
Die Gruppe erlebte also nicht nur, wie anspruchsvoll Politik ist und wie viel Verantwortung damit einhergeht, sondern auch, wie wertvoll demokratische Prozesse für das Zusammenleben sind. (Text von Sophia, Leni, Adea)
Politik brandaktuell
Im Projekt „Politik brandaktuell" von Giuseppina Grimaldi und Martin Straub setzten sich Schülerinnen und Schüler der Q-Phase mit hochaktuellen politischen Themen auseinander. Dabei ging es vor allem darum, Politik kreativ und anschaulich darzustellen. Die Teilnehmenden erstellten Zeitungsartikel, Videos, Podcasts, Plakate und gestalteten eigene Texte. Ein zentrales Thema war die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Aber auch die Ermordung des Podcasters Charlie Kirk wurde thematisiert.
Eine andere Gruppe setzte sich mit der Nepal-Krise und Regierungsstrukturen auseinander und gestaltete eine Videodokumentation im Stil einer Nachrichtensendung. Einzelne Szenen wurden entwickelt, mit passenden Bildern illustriert und vertont.
Die Ergebnisse werden eingereicht beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Bundeszentrale Bildung. Insgesamt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Sie schätzten die Möglichkeit, eigenständig zu recherchieren, kreativ zu arbeiten und Politik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Thema: Wehrpflicht
Im Rahmen des Projekts "Politik brandaktuell" entstand eine Zeitung zum Thema "Wiedereinführung der Wehrpflicht".


KI – Chance oder Gefahren für unsere Demokratie
Das diesjährige Projekt von Ulrich Böhm befasste sich mit den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf unsere Demokratie. Die Schülerinnen und Schüler der Q-Phase setzten sich praxisnah mit den Chancen und Risiken von KI auseinander. So verfassten sie Artikel zum Thema: „Soll die KI gesetzlich reguliert werden?" Diese Artikel dienten wiederum als Grundlage für eine angeregte Diskussion.
Auch die Qualität verschiedener KI-Anbieter wurden auf den Prüfstand gestellt. Es wurden Informationen aus der Google-Suche mit denen unterschiedlicher Kls verglichen.
Den KIs ChatGPT aus den USA und DeepSeek aus China wurden verschiedene Fragen zu historischen Ereignissen wie dem Volksaufstand in der DDR oder dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking gestellt. Die Informationen zum Volksaufstand in der DDR waren vom Informationsgehalt her nahezu gleichwertig und mit anderen Netzquellen vergleichbar. Beim Tiananmen-Massaker wollte DeepSeek aber lieber über andere Themen sprechen, Fragen nach der Kulturrevolution unter Mao wurde komplett umgangen. Es kommt also auf den Anbieter der KI an und am besten nutzt man einfach noch andere Quellen, so das Fazit der Gruppe.
