Pädagogischer Tag zum Thema „(Rechts-)Extremismus, Rassismus und Antisemitismus“

Während es am Faschingsdienstag für die Schülerschaft der Einhardschule hieß, daheim zu lernen, traf sich das Kollegium der Schule zu einem pädagogischen Tag, der dem Themenkomplex „(Rechts)Extremismus, Rassismus und Antisemitismus“ gewidmet war. Hintergrund für die Themenwahl war natürlich die gesellschaftspolitische  Entwicklung, die auch vor der Schule nicht haltmacht. Es ging darum, die Lehrkräfte für entsprechende Haltungen zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie man mit Kindern und Jugendlichen umgeht, die sich radikalisieren.

Dazu hatte man Expertinnen und Experten eingeladen. Mit dabei waren Albi Becker und Christof Ilkhani , Mitarbeiter der „Roten Linie“, der Pädagogischen Fachstelle Rechtextremismus, die in ihrem Einstiegsvortrag über rechtsextreme Tendenzen in Deutschland informierten. Die beiden gestalteten auch einen Workshop zum Thema Hate Speech. An Fallbeispielen konnten die Lehrkräfte erfahren, warum Jugendliche in radikale Welten abdriften und andere mit Hate Speech stigmatisieren.

Gleich drei weitere Workshops wurden vom Kompetenzzentrum Rechtsextremismus  (KOREX) vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen angeboten. Ganz aktuell war das Thema „Antisemitismus mit Bezug zum Nahostkonflikt“. In die Welt der „Neuen Rechten“ führte der Workshop von Sven Daniel ein. Besonders beeindruckt zeigten sich die Lehrkräfte vom Thema „Rechtsextremismus in der digitalen Welt“. Sie wurden hier mit extremistischem Gedankengut und Bildern konfrontiert, von dessen Existenz die wenigsten eine Vorstellung hatten. Deutlich wurde auch, wie schnell Jugendliche durch die Algorithmen beispielsweise bei TikTok radikalisiert werden können.

Wie man einer Radikalisierung im Netz vorbeugen kann, zeigte der Workshop „Fake News erkennen und enttarnen“ von Fabian Jellonnek von „Achtsegel - Büro für demokratische Kommunikation und politische Bildung im Netz“.

Insgesamt zeigte man sich hoch zufrieden mit den einzelnen Referentinnen und Referenten und deren wertvollen Input. Am Ende des intensiven Tages nahmen die Pädagogen eine erste Einordnung der Inhalte für ihre Arbeit an der Schule vor, dabei wurde auch deutlich, dass es hier noch viel zu tun gibt.

Bildquelle: Pixabay

Lions Quest Fortbildung an der Einhardschule 

Seligenstadt, 30.11.2023. In diesem Herbst gab es gleich zwei Lions Quest Fortbildungen, an denen Lehrkräfte der Einhardschule teilgenommen haben. In beiden Fortbildungen ging es darum, die Kommunikations- und Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Themen, die in diesen herausfordernden Zeiten, wichtiger sind denn je. Denn mit dem Programm wird präventiv möglichen Konflikten gegengesteuert. Außerdem ermöglicht das Lions Quest Angebot der Schule eine zeitgemäße Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen. 

Am dreitägigen Lions-Quest Seminar „Erwachsen handeln“ nahmen fünf Lehrkräfte der Schule teil. In dem Seminar geht es darum, die Entwicklung sozialer, interkultureller und demokratischer Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Dazu gibt es Module zur Förderung von Kooperation, Teamfähigkeit, Kommunikation und kritischem Denken. Außerdem steht das sogenannte Service Learning auf dem Plan. Das ist eine Unterrichtsmethode, die gesellschaftliches Engagement von Schülern mit fachlichem Lernen im Unterricht verbinden soll.

Das ebenfalls dreitägige Lions-Quest Seminar „Erwachsen werden“ hat das Ziel, die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schülern ab der fünften Klasse zu fördern. Schwerpunktthemen sind dabei die „Gute Gemeinschaft“, „Klärende Kommunikation“ oder „Wichtige Menschen“. Zur Stärkung der sozialen Kompetenz gehört es aber auch, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken. Wie das gehen kann, vermitteln die Module „Kluge Entscheidungen“, „Gesundes Selbstvertrauen“ und „Vielfältige Gefühle“.

Durch praktische Anwendungen, wie zum Beispiel die aktivierenden „Energizer“, erprobten die Lehrkräfte selbst die Lerninhalte mit anschließender Reflexion und Diskussion. Praxisorientiert war auch die Ausarbeitung und Durchführung von fünf Beispieleinheiten durch die Teilnehmenden selbst. Dabei lernten sie unter anderem den „Hocker des Selbstvertrauens“, die „Gefühlseimer“ die „Schritte der Konstruktiven Konfliktlösung“ und „Überlegte-Ich-Botschaften“ kennen.

Die Teilnehmerin Sandra Rodenhausen fand, „dass man im Seminar, besonders durch den nahen Praxisbezug, viel für den eigenen Unterricht mitnehmen konnte.“ Einige Inhalte böten zudem auch eine Unterstützung für den persönlichen Lebensalltag. 

Die Programme des Lions-Quest wurden durch den Lions-Club Deutschland ausgearbeitet durch die Stiftung der Deutschen Lions bzw. die örtlichen Clubs getragen. Alleine für die Einhardschule hat der Lions Club Seligenstadt seit 2001 für insgesamt 89 Lehrerinnen und Lehrer die Seminarkosten gesponsert. Insgesamt haben 130 Teilnehmer in Seligenstadt das Lions-Quest Programm durchlaufen.  

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